Unter der Corona-Krise leiden insbesondere die unteren Einkommensschichten. Die Forderung von SPD-Chefin Saskia Esken, Reiche müssten einen stärkeren Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten, ist deshalb richtig, meint Redakteurin Barabara Schäder.

SPD-Chefin Saskia Esken meint, Reiche müssten einen stärkeren Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten.

Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ

Frankfurt – Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben verändert, die finanziellen Folgen allerdings sind ungleich verteilt. Viele Bürobeschäftigte konnten am heimischen Schreibtisch weiterarbeiten. Mit voller Wucht traf die Krise dagegen Soloselbstständige und Kleinunternehmer, denen von einem Tag auf den anderen die Einnahmen wegbrachen. Und die von großen Unternehmen angekündigten Stellenstreichungen – mehr als 20 000 Arbeitsplätze stehen bei Lufthansa auf der Kippe, bei Galeria Karstadt Kaufhof wohl 5000 – vermitteln eine erste Ahnung davon, was gerade in Einzelhandel und Reisebranche noch bevorstehen könnte. Hier sind viele Beschäftigte betroffen, die schon vor der Krise wenig Geld zurücklegen konnten – und an denen der Anstieg der Durchschnittsvermögen nun erst recht vorbeigehen wird.

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