Umsatz-Plus trotz Corona Decathlon sieht Platz für 140 Filialen

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Der französische Sporthandelskonzern Decathlon verschärft sein Expansionstempo in Deutschland. Zwar sollen Filialen in ungünstiger Lage noch dieses Jahr geschlossen werden, dafür wird an anderer Stelle aufgerüstet.

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„In den kommenden Jahren möchten wir unser Filialnetz auf 140 Standorte ausbauen“, sagte der Decathlon-Deutschland-Chef André Weinert gegenüber der WirtschaftsWoche. Aktuell betreibt Decathlon, das vor allem auf große Geschäfte mit mehreren Tausend Quadratmetern Verkaufsfläche und gut 100 Eigenmarken setzt, bundesweit 83 Läden.

Weinert kündigte gegenüber der WirtschaftsWoche an, zum Jahresende Geschäfte in München, Landshut, Köln, Dortmund und Hamburg aufgrund ihrer ungünstigen Lage und Größe zu schließen. Gleichzeitig eröffnet Decathlon im selben Zeitraum fünf neue Filialen, darunter in München und Frankfurt. Auch für das kommende Jahr sind bereits mehrere Neueröffnungen geplant, darunter in Augsburg und Offenburg.

Mit Eigenmarken und Filialen im Stil von Fabrikhallen hat Decathlon den deutschen Markt für Sportartikel aufgerollt. Nun will der Discounter die Coronakrise für den nächsten Wachstumssprung nutzen.

Trotz der Coronakrise und des wochenlangen Lockdowns im Frühjahr habe das Unternehmen in Deutschland seinen Umsatz steigern können, sagte Weinert: „Wir werden zwar nicht alle Ziele erreichen, die wir uns gesteckt haben, aber wir werden das Jahr mit einem Umsatzplus beenden. Das können in diesem herausfordernden Jahr nicht viele Einzelhandelsunternehmen in Deutschland sagen.“Dazu beigetragen habe vor allem das Online-Geschäft, das aller Voraussicht nach in diesem Jahr bereits 30 Prozent zum Umsatz in Deutschland beisteuern werde. Im vergangenen Jahr hatte Decathlon in Deutschland rund 800 Millionen Euro Umsatz erzielt. Weltweit ist der Konzern mit Hauptsitz in Nordfrankreich Marktführer im Sporthandel mit einem Umsatz von zuletzt 12,4 Milliarden Euro.Mehr zum Thema: Wie Decathlon die Konkurrenz hinter sich lassen will.

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