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Strikte Apple-Regeln: Game-Streaming-Dienste dürfen nicht aufs iPhone


  Cloud-Streaming-Dienste haben nach Apples Ansicht nichts im App Store zu suchen: Das Regelwerk des Konzerns macht das Anbieten einer App zum Zugriff auf neue Spiele-Streaming-Dienste wie Google Stadia und Nvidias GeForce Now derzeit unmöglich. Den Anbietern bleibt dadurch der Zugang zu über eine Milliarde Apple-Geräte versperrt, iPhone- und iPad-Nutzer müssen auf derartige Dienste zwangsläufig verzichten.

Apples Regeln machen Cloud-Gaming-Apps unmöglich
Spiele-Dienste seien sehr wohl im App Store zugelassen, betonte Apple in einer Stellungnahme gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg – allerdings müssten diese sich auch an die Zulassungsregeln halten. Diese besagen, dass der Anbieter die Rechte an allen angebotenen Spieletiteln selbst besitzen oder eine Exklusivlizenz dafür haben muss und diese zudem einzeln im App Store einzustellen sind. Das schließt Cloud-basierte Spiele-Dienste praktisch aus. Entwickler hätten stets auch die Wahl, iPhone- und iPad-Nutzer über den Browser zu erreichen, betonte Apple außerdem.
Apples hauseigener Spiele-Abo-Dienst Arcade ist in den App Store integriert und folgt dem Regelwerk: Alle dort verfügbaren Titel wurden von Apple exklusiv lizenziert und stehen als einzelne Downloads bereit. Es handelt sich dabei nicht um einen Cloud-Streaming-Dienst, bei dem die Spiele serverseitig ausgeführt werden. Mit Gameclub gibt es seit vergangenem Herbst einen weiteren Spiele-Abo-Dienst im App Store, der alte iOS-Spiele neu auflegt und diese wieder einzeln einstellt. Apple habe die Gameclub-App 127 Mal abgelehnt, bevor sie schließlich doch zugelassen wurde, erklärte der Anbieter gegenüber der Finanznachrichtenagentur.

Lokales Game-Streaming inzwischen zulässig
Für Aufsehen hatte jüngst erst der Rauswurf des Cloud-Gaming-Dienstes Shadow aus dem App Store gesorgt sowie Microsofts erheblich eingeschränkter Testlauf für Project xCloud: Im Unterschied zur Android-Version, die Zugriff auf Spiele verschiedener Publisher bietet, können Tester der iOS-App nur Microsofts “Halo: The Master Chief Collection” darüber spielen. Auch das lokale Streaming von Spielen auf der heimischen Xbox hat Microsoft bislang nicht integriert. Welche Funktionen eine über den App Store vertriebene Fassung von Project xCloud anbieten kann, bleibt vorerst offen.
Lokales Game-Streaming hat Apple ebenfalls lange nicht akzeptiert. Offenbar störte sich das Unternehmen daran, dass der Spieleverkauf dann nicht über Apples Bezahlschnittstelle läuft und entsprechend keine Provision an den Konzern abzutreten ist. Valve brachte die Steam-Link-App erst mit einjähriger Verzögerung auf iOS. Für Playstation-4-Nutzer gibt es zum lokalen Spiele-Streaming von Sony eine Remote-Play-App.

(lbe)

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