18.10.2020, 12:00 Uhr

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Wer auf ein Smarthome umrüsten will, dem bietet sich bei der Sanierung eines Hauses oder einer Wohnung die optimale Gelegenheit. Das haben wir über sechs Monate hinweg selbst getestet. Worauf man bei der Planung achten sollte und welche Geräte empfehlenswert sind, erfahrt ihr in unserem Erfahrungsbericht.

Bei der umfassenden Sanierung eines Hauses inklusive einer Erneuerung der Elektrik haben wir das künftige Smarthome gleich mitgedacht. Dabei haben wir einiges an Lehrgeld bezahlt und viele Tipps gesammelt, die euch bei ähnlichen Anliegen so manchen Fehler ersparen können.Nix mehr verpassen: Die t3n Newsletter zu deinen Lieblingsthemen! Jetzt anmelden
Die Sanierung einer Bestandsimmobilie oder der Neubau sind perfekte Gelegenheiten, um sich auch direkt um die Aufrüstung zum Smarthome zu kümmern. (Bild: t3n)
Neben Hinweisen zur richtigen Verkabelung und zu WLAN sowie kabelgebundenem Netzwerk findet ihr in diesem Ratgeber auch jede Menge Empfehlungen für Smarthome-Geräte – von Lampen über Kameras und Bewegungsmelder bis hin zur smarten Steuerung der Bewässerung für den Garten. Alle von uns über mehrere Monate getesteten Smarthome-Produkte findet ihr auch in der folgenden Bildergalerie.

Wir haben uns für unser Projekt für Homekit von Apple als Basis entschieden. Allerdings finden sich nachfolgend auch zahlreiche Lampen, Kameras und andere smarte Produkte, die auch in andere Smarthome-Plattformen und -Ökosysteme wie Amazon Alexa, Google, Bosch oder Magenta Smarthome eingebunden werden können.

Warum Homekit für das Smarthome?
An Homekit hat uns die einfache Einrichtung gereizt, denn die meisten Geräte lassen sich per Plug-and-Play in das System einbinden. Gesteuert wird das Smarthome dann entweder per Sprachbefehl, iPhone, iPad oder sogar Apple Watch. Per App und unterstützt durch einen selbsterklärenden Einrichtungsassistenten fotografiert ihr einen QR-Code oder eine Ziffernkombination von einem Aufkleber ab. Anschließend stellt Homekit eine verschlüsselte Verbindung her.
Sind die Homekit-Geräte erst einmal im Smarthome eingebunden, könnt ihr sie mit jeder Menge unterschiedlicher Apps steuern und konfigurieren. Für die besten Homekit-Apps haben wir einen gesonderten Artikel. Eine detaillierte Vorstellung mit vielen Tipps rund um Homekit findet ihr in einem weiteren t3n-Ratgeber.
Was kann ein Smarthome?
Wir haben uns für Apple Homekit als Steuerzentrale entschieden. (Screenshot: t3n)
Für manch einen ist es nur Spielerei, andere wollen ihr Smarthome nicht mehr missen. Wer sich dafür interessiert, seine Haustür mit dem Smartphone zu öffnen, das Licht beim Nachhause kommen automatisch anzuschalten, den morgendlichen Kaffee per Sprachbefehl zuzubereiten, die Heizung automatisch bei geöffnetem Fenster auszuschalten oder das Gemüsebeet bei längerer Abwesenheit automatisch und ohne Inanspruchnahme des Nachbarn zu bewässern, der ist hier genau richtig.
Es gibt viele unterschiedliche Beispiele dafür, wie man die eigenen vier Wände mit diversen Smarthome-Geräten noch komfortabler machen kann. Das können einfache, alltägliche Vorgänge sein, wie mit dem Smartphone das Licht zu steuern, ohne Schlüssel das Garagentor oder die Haustür zu öffnen oder auch einfach Temperatur und Luftqualität in einzelnen Räumen zu überwachen.
Darüber hinaus sind aber auch komplexere Automationen und nicht sofort offensichtliche Anwendungsfälle möglich. So lässt sich beispielsweise ein smartes Bewässerungssystem für das Gemüsebeet oder Topfpflanzen einrichten, das mittels Sensoren die Feuchtigkeit im Boden misst und bei Bedarf zu bestimmten Zeiten die Pflanzen bewässert. Eine Kombination aus Bewegungsmelder oder Sicherheitskamera und smarten Leuchten ermöglicht es, bei Erkennen einer Bewegung nach Einbruch der Dunkelheit automatisch das Licht in einem oder mehreren Räumen einzuschalten – und nach einem individuell festgelegtem Zeitraum automatisch wieder abzuschalten.
Automationen sind einer der Hauptaspekte, die das Smarthome so nützlich machen. (Screenshot: t3n)
Oder man verknüpft smarte Heizungsthermostate mit Sensoren für Fenster, um die Heizung bei geöffnetem Fenster automatisch auszuschalten. Davon profitieren nicht nur Neubauten: Besonders auch bei Bestandsimmobilien lassen sich ordentlich Energiekosten sparen, verrät Fred Potter, Netatmo-Gründer und CTO des Eliot-Programms von Legrand, im Gespräch mit t3n: „Heute ist es ganz einfach, ein Heizsystem smart zu machen. Die Benutzer müssen ihre Energielösung nicht komplett umstellen und sich beispielsweise für einen intelligenten Heizkessel oder einen intelligenten Heizkörper entscheiden. Sie können ihre Heizung smart machen, indem sie ein smartes Thermostat an den Heizkessel oder ein smartes Heizkörperventil an den Heizkörper anbringen.“
Praktisch sind auch vernetzte Türklingeln mit Kamera. In unserem Test haben wir mehrfach den Fall gehabt, dass wir nicht zu Hause waren und über das Smartphone eine Benachrichtigung inklusive Screenshot des vor der Tür stehenden Paketboten erhalten haben. Dann konnten wir einfach – selbst aus dem Ausland – das Smartphone als Gegensprechanlage nutzen, um den Paketboten zu instruieren, die Lieferung auf der Terrasse abzustellen.
Das sind nur ein paar Beispiele dafür, was mit einem Smarthome alles möglich ist. Da man die unterschiedlichen Geräte auch miteinander verknüpfen kann, sind die Kombinationen aus Sensoren und Aktoren für die Nutzung einfacher und komplexer Automationen schier endlos.
Mit dem Grundriss ein erstes Smarthome-Konzept planen
Wohnung oder Haus? Nur vernetztes Licht oder doch lieber gleich das ganze Heizungssystem smart aufsetzen? Die individuellen Bedürfnisse und baulichen Voraussetzungen sind ganz unterschiedlich. Aus diesem Grund versuchen wir, uns in diesem Ratgeber möglichst allgemein zu halten, aber immer wieder auch ein paar ganz konkrete Beispiele aus unseren Erfahrungen anzubringen.
Bei der Planung sollte man für jedes Zimmer versuchen, sich vorzustellen, wie man es später nutzen möchte. Wollt ihr beispielsweise eine Pendelleuchte, wie hier die Philips Hue Flair, über dem Esstisch haben, solltet ihr überlegen, wo der Esstisch stehen wird, um die Elektrokabel an der richtigen Stelle in der Decke zu verlegen. (Bild: t3n)
Zu Beginn solltet ihr versuchen, euch vorzustellen, wie ihr künftig in den neuen oder bestehenden vier Wänden leben wollt. Anhand dieser Überlegung lässt sich eine erste Wunschliste erstellen. Versucht auch, direkt festzulegen, welche Anwendungsfälle für euch kompromisslos sind – zum Beispiel ein in allen Räumen verlässliches WLAN oder ein bewegungsgesteuertes Lichtsystem – und welche „nur“ nice to have sind, wie beispielsweise die vernetzte Steuerung eurer Heizungen.
Es bietet sich an, dass ihr euch für jeden Raum gesondert überlegt, wie genau ihr ihn nutzen wollt. Dabei solltet ihr aber auch nicht außer Acht lassen, wie die komplette Wohnung oder das ganze Haus als Einheit funktionieren soll. Fragen, die ihr euch zum Beispiel stellen könnt sind: Was würde meinen Alltag erleichtern? Gibt es Dinge, die automatisch ablaufen sollen?
Unterschiedliche Apps vereinfachen in Homekit die Vernetzung der unterschiedlichen Smarthome-Geräte. (Screenshot: t3n)
Dank der Vernetzung von Smarthome-Geräten untereinander lassen sich leicht „Wenn-Dann-Szenarien“ nutzen. Ein paar Beispiele: Wenn alle Familienmitglieder das Haus verlassen, dann alle Lichter und Heizungen ausschalten. Wenn die Außentemperatur wärmer als 25 Grad ist, dann die Jalousien halb schließen. Wenn die Sonne untergeht, dann die Außenbeleuchtung für drei Stunden einschalten. Oder wenn der Feuchtigkeitssensor im Gemüsebeet erkennt, dass die Pflanzen Wasser benötigen, dann die automatische Bewässerung starten.
Welche Infrastruktur sollte ich fürs Smarthome einplanen?
Der perfekte Zeitpunkt für das Aufsetzen eines Smarthome ist tatsächlich die Kernsarnierung einer Bestandsimmobilie oder der Neubau, denn nur dann lassen sich Elektrokabel, Steckdosen, Netzwerkkabel und Netzwerkdosen kostengünstig und ohne Mehraufwand verlegen – so geschehen in unserem Smarthome-Test. Aber dank der kabellosen Natur von Systemen wie Apples Homekit lässt sich ein Smarthome mit dem ein oder anderen Kompromiss auch ohne eine Sanierung der Elektrik realisieren.
Wer die Möglichkeit hat, sollte in den eigenen vier Wänden in jedem Raum auch Netzwerkkabel verlegen. (Bild: t3n)
Allerdings ist es in einem Haus über mehrere Etagen gar nicht so leicht, für eine durchgehend gute drahtlose Verbindung zu sorgen. Herkömmliche Router, wie sie von den Internetanbietern bereitgestellt werden, stoßen teilweise schon in Wohnungen ab 90 Quadratmetern an ihre Grenzen – je nach baulichen Gegebenheiten und Position des Internetanschlusses. Hinzu kommt, dass die aktuelle WLAN-Generation mit 5 GHz zwar schneller als ihr 2,4-GHz-Pendant ist, aber leider auch eine geringere Reichweite bietet. Das liegt daran, dass Funksignale generell umso geringere Reichweite haben, desto kurzwelliger sie sind.
Aus alt mach neu – für den Umbau liegen alte Kabel und Sicherungskästen neben neuen Kabeln. (Bild: t3n)
Das ist auch der Grund dafür, warum besonders in Einfamilienhäusern Repeater oft nicht die richtige Lösung sind. Sie kommen zwar ohne Netzwerkkabel aus, benötigen aber noch ein ausreichend gutes WLAN-Signal, um das drahtlose Netz zu erweitern. Access Points sind in diesem Fall das Mittel der Wahl. Sie werden per Kabel ins Netzwerk eingebunden. Wer pro Etage einen Accesspoint montiert, sollte das ganze Haus abdecken können.
Der Aufwand einer Erneuerung der Elektrik zahlt sich aus, da man genau so planen kann, wie man es später benötigt. (Bild: t3n)
Wir waren für unseren Test in der glücklichen Situation, die Elektrik des Hauses ohnehin modernisieren zu müssen. Im Zuge dessen haben wir die Netzwerkkabel gleich mit verlegt. Wer gleich mindestens Cat5-Kabel – ältere Generationen sind nicht mehr zeitgemäß –einsetzt, kann sich später zudem den ein oder anderen Stecker sparen, denn dank PoE (Power over Ethernet) laufen nicht nur die Daten durch die Netzwerkkabel, sondern auch Strom. Access Points bringt man übrigens für den bestmöglichen Wirkgrad am besten an der Decke an. Wer keine Kabel durch die Decken ziehen will, kann seine Access Points aber auch an der Wand anbringen.
Mit welchen Geräten möchte ich im Smarthome starten?
Es muss nicht immer – wie in unserem Testfall – gleich die komplette Umrüstung zum Smarthome sein. Das Schöne an einem nicht verkabelten und proprietären System wie Homekit ist, dass man klein anfangen und sein Setup einfach nach und nach erweitern kann. Das findet auch Jerome Gackel, CEO des Münchener Homekit-Anbieters Eve Systems, der im Gespräch mit t3n sagte: „Dank drahtloser Komponenten kann man sich Entscheidungen offen halten und muss nicht bis ins Detail vorausplanen. Wichtig ist, sich für eine Plattform zu entscheiden. Zum Beispiel setzt Apples Homekit auf Standard-WLAN und durch die sehr große Anzahl an zertifiziertem Zubehör diverser Anbieter kann man sich seine persönlichen Anwendungswünsche sehr einfach erfüllen – gleich von Anfang an oder im Lauf der Zeit.“
Der wohl einfachste Einstieg ins Smarthome gelingt mit mobilen Leuchten wie der Eve Flare* für Homekit. (Bild: t3n)Viele Nutzer starten mit ein paar smarten Lampen oder einem smarten Sicherheitsgerät wie einer Überwachungskamera oder einem Bewegungsmelder. Wenn man sich noch nicht für ein System wie Homekit als Steuerzentrale entschieden hat, sollte man smarte Endgeräte anschaffen, die eine möglichst breite Kompatibilität für unterschiedliche Systeme bieten.
Die Glühbirnen von Philips Hue eignen sich in dieser Hinsicht für die Beleuchtung. Bei smarten Türschlössern könnt ihr zum Beispiel auf das Nuki zurückgreifen. Wollt ihr mit der smarten Heizungssteuerung beginnen, schaut euch die Thermostate von Tado oder Netatmo an. Wer auf der Suche nach einer Kamera ist und sich noch nicht für ein Smarthome-System entschieden hat, wird zum Beispiel bei Logitech mit der Circle fündig. Ebenfalls von Logitech ist auch die Harmony Elite erhältlich, bei der es sich um eine smarte Fernbedienung handelt.
Wie werden alle Geräte miteinander verbunden und gesteuert?
Wer auf seine Sicherheitskameras auch von unterwegs zugreifen will, benötigt für Homekit ein Apple TV oder ein iPad als Steuerzentrale. (Screenshot: t3n)
Neben Apples Homekit als Ökosystem bieten auch Google mit Home und Amazon mit Alexa große Smarthome-Plattformen an. „Wer seine Investition schützen möchte, sollte zu Produkten greifen, die auf der Infrastruktur der Branchengrößen aufsetzen, also den Steuerzentralen und Clouds von Apple, Google, Amazon. Außerdem: Vorsicht vor veralteten oder proprietären Funkprotokollen. Deren Tage sind gezählt, zumal die genannten Großen allesamt am Standardisierungsprojekt ‚Connected Home over IP‘ beteiligt sind“, so Jerome Gackel von Eve Systems. Wir haben uns für unseren Langzeittest wie gesagt für Homekit entschieden. Bei Homekit handelt es sich um eine Software-Plattform von Apple, die es ermöglicht, kompatible Smarthome-Geräte zentral zu steuern. Praktisch: Wer sein Smarthome nur von zu Hause aus steuern will, benötigt keine zusätzliche Steuerzentrale.
Möchtet ihr allerdings auch Fernzugriff haben, benötigt ihr mindestens ein Apple TV 4 oder ein iPad in den eigenen vier Wänden. Ein Nachteil von Homekit ist, dass einige kompatible Geräte nicht über WLAN, sondern via Bluetooth mit dem iPhone oder der Steuerzentrale kommunizieren. Da stößt man mit der Reichweite in größeren Gebäuden schnell an die Grenzen. Abhilfe schaffen da Geräte wie zum Beispiel Eve Extend, die in das WLAN eingebunden werden und so die Bluetooth-Reichweite erhöhen.
Die besten Homekit-Produkte für das Smarthome
Im Rahmen unseres Langzeittests haben wir smarte Produkte aus den unterschiedlichsten Kategorie ausprobiert. Während mit Homekit kompatible Leuchtmittel zum Beispiel ermöglichen, zu festgelegten Zeiten, zu bestimmten Anlässen oder per Sprachbefehl das Licht automatisch ein- oder auzuschalten, eignen sich smarte Thermostate nicht nur, um den Komfort zu steigern, sondern auch zum Energie- und Geldsparen.
In der Kategorie „Sicherheit“ haben wir unter anderem Sicherheitskameras, Sirenen, Kontaktsensoren, Bewegungssensoren und Türsensoren getestet. Darüber hinaus haben wir smarte Rauchmelder sowie Geräte, die vor Wasserschaden schützen sollen, im Einsatz gehabt. Weitere Smarthome-Bereiche, die wir getestet haben, sind Home-Entertainment, smarte Türschlösser, Raumklima und smarte Gartenbewässerung.
Smarte Beleuchtung für Homekit
Bei der smarten Beleuchtung haben wir bisher bis auf wenige Ausnahmen, wie die sehr gelungene und mobile Eve Flare und einen Lighstrip ebenfalls von Eve, fast ausschließlich Leuchten von Philips Hue getestet. Philips ist bezüglich smarter Beleuchtung immer noch der Platzhirsch und ein guter Einstieg in das System gelingt mit dem Starter-Kit, das nicht nur den nötigen Hub zur Steuerung enthält, sondern auch zwei Glühbirnen, einen smarten Lichtschalter und einen Bewegungssensor beinhaltet.
Philips hat mit dem Hue Adore* sogar einen beleuchteten Badezimmerspiegel im Sortiment. (Bild: t3n)Philips hat eigentlich für jeden nur denkbaren Bereich eine smarte Beleuchtungslösung im Sortiment – von der Wohnzimmerlampe über den Badezimmerspiegel bis hin zu Leuchten für den Garten. Dazu kommen Glühbirnen in den unterschiedlichsten Ausführungen, die dafür geeignet sind, vorhandene Lampen smart zu machen. Uns hat besonders die Hue White E27 Globe* gut gefallen, da sie einen schönen Retro-Charme versprüht.
Beim Thema Beleuchtung finden sich zudem unterschiedliche Lösungen, um farbige Lichtakzente zu setzen. Sowohl die runde Eve Flare* als auch die Signe* Tischleuchte sind schöne Beispiele dafür. Auch der Eve Lightstrip* und der Hue White and Color Ambiance Lightstrip Plus* sind empfehlenswerte Produkte aus dieser Kategorie.
Zu einer smarten Beleuchtung gehören natürlich auch Lichtschalter und Bewegungssensoren, um das Licht anzuschalten. Der Dimmschalter von Philips Hue* ist dabei nur eine Lösung unter vielen. Wer neu baut, mag sich sogar dafür entscheiden, komplett auf herkömmliche Lichtschalter zu verzichten und nur smarte Schalter zu verbauen. Obwohl wir die Elektrik komplett neu gemacht haben, haben wir uns für eine Kombination aus beidem entschieden.
Praktisch am Dimmschalter ist die Möglichkeit, ihn aus der Halterung zu nehmen und als mobile Fernbedienung zu nutzen. Dabei kann man nicht nur eine Lampe mit dem Schalter steuern, sondern auch Gruppen aus unterschiedlichen Leuchtmitteln erstellen – die sich sogar in unterschiedlichen Räumen befinden können –, um diese gleichzeitig zu steuern.
Alle getesteten Smarthome-Produkte aus der Kategorie Beleuchtung:
Hue White and Color Ambiance Starter-Kit E27*
Hue White E27 Globe*
Hue White and Color Ambiance Lightstrip Plus*
Hue Smart Plug*
Hue Bewegungssensor*
Signe Tischleuchte*
Fair Pendelleuchte*
Hue Outdoor Bewegungsmelder*
Turaco Wandleuchte*
Calla Outdoor Sockelleuchte*
Outdoor Lightstrip 5m*
Go tragbare Leuchte*
Adore Badezimmer Spiegelleuchte*
Dimmschalter*
Eve Energy*
Eve Flare*
Eve Lightstrip*
Eve Extend*
Wie funktioniert die Heizungssteuerung mit Homekit?
Automatisch die Heizung im Bad eine Stunde vor dem Aufstehen einschalten, oder abschalten, sobald ein Fenster im Raum länger als fünf Minuten offen steht (mit Eve Door Window* oder auch Netatmo Smarte Tür- und Fenstersensoren*)– das sind nur zwei Anwendungsszenarien für smarte Heizungsthermostate. Wir haben mit Netatmo* und Tado* zwei Lösungen getestet, wobei auch hier viele Hersteller um die Gunst der Kunden werben.
Bei allen Lösungen werden die bestehenden Regler von der Heizung abgeschraubt und durch smarte Regler ersetzt. Der Tausch der Thermostate geht dabei einfach und ohne Spezialwerkzeug von der Hand. Da die Regler auch nicht mit dem Wasserkreislauf der Heizung verbunden sind, müsst ihr euch auch keine Sorgen um Wasserschäden machen.
Alle getesteten Smarthome-Produkte aus der Kategorie Heizungssteuerung:
Netatmo Smarte Heizkörperthermostate Starterpaket*
Tado Smartes Heizkörperthermostat Starterin V3*
Mehr Sicherheit für das Smarthome
Mittlerweile buhlen viele Hersteller von smarten Sicherheitskameras um die Aufmerksamkeit von Smarthome-Enthusiasten. Dabei stehen sowohl Modelle für denn Innen- als auch den Außeneinsatz zur Verfügung. Bei der Wahl einer Kamera solltet ihr zwei Dinge beachten: Zum einen werden viele Kameras angeboten, für die eine monatliche Gebühr fällig wird. Zum anderen ermöglichen viele Anbieter ausschließlich das Speichern der Aufnahmen in der Cloud. Wer damit ein Problem hat, sollte auf einen der wenigen Anbieter zurückgreifen, die eine lokale Speicherung ermöglichen – wie zum Beispiel Eufy*.
Zusätzlich zu Innenkameras wie der Netatmo* und der Logitech Circle 2* sowie Außenkameras wie beispielsweise von Netatmo* und Eufy* haben wir auch smarte Sensoren zur Unterstützung des Sicherheitssystems ausprobiert. Dabei haben sowohl smarte Tür- und Fenstersensoren von Netatmo* als auch von Eve* eine gute Figur gemacht.
Alle getesteten Smarthome-Produkte aus der Kategorie Sicherheit:
Netatmo Smarte Alarmanlage mit Kamera*
Netatmo Smarte Innenkamera*
Netatmo Smarte Außenkamera*
Logitech Circle 2*
Eve Door Window*
Netatmo Smarte Tür- und Fenstersensoren*
Eufy Pan&Tilt*
Eufy Cam 2c*
Eufy 2K Sicherheitskamera*
Schutz und Raumklima im Smarthome
Wir haben für unseren Test die Rauchmelder von Netatmo und Eve im Einsatz gehabt. Der smarte Rauchmelder von Netatmo ist ein fotoelektrischer Rauchmelder, der sich über Bluetooth und WLAN verbindet. Auf die Art und Weise erhaltet ihr auch Benachrichtigungen, wenn ihr unterwegs seid. Beim Eve Smoke handelt es sich um einen Rauchmelder mit fotoelektrischem Partikelsensor, der Dank eines Thermodifferentialsensors nicht nur Rauch, sondern auch eine plötzliche Hitzeentwicklung registriert.
Die einzelnen Rauchmelder lassen sich miteinander verknüpfen, sodass alle Geräte einen Alarm auslösen können, sobald ein Rauchmelder anschlägt. Zusätzlich dazu kann man mittels Automation auch andere Smarthome-Geräte verbinden, sodass beispielsweise bei einem Alarm in allen Zimmern das Licht angeht.
Alle getesteten Smarthome-Produkte aus der Kategorie Schutz und Raumklima:
Smarter Rauchmelder
Eve Waterguard*
Eve Smoke
Netatmo Smarter Raumluftsensor*
Eve Room*
Wie funktionieren Smartlocks und Türklingeln im Smarthome?
Auch smarte Türschlösser gibt es mittlerweile einige am Markt. Wir entschieden uns für unseren Test für das Nuki Smartlock 2.0* in Kombination mit einem Nuki Fob* und dem Nuki Keypad*.
Mit einem smarten Türschloss könnt ihr den Schlüsselbund getrost daheim lassen, denn die Tür lässt sich einfach per Smartphone oder Smartwatch entsperren. Richtig konfiguriert kann die Tür sogar automatisch entriegelt werden, wenn ihr davor steht – praktisch, wenn ihr mit schweren Einkaufstüten bepackt heimkommt. Neben der guten Alltagstauglichkeit hat uns auch die einfache Montage überzeugt. Weniger gefallen hat uns lediglich die Lautstärke beim Ver- beziehungsweise Entriegeln.
Zusätzlich zum Startblock haben wir noch die smarte Türklingel von Eufy* im Einsatz gehabt. Unser Lieblingsanwendungsfall war die Kommunikation mit Paketboten, wenn wir nicht zu Hause waren. Klingelt jemand an der Tür, erhält man eine Benachrichtigung inklusive Screenshot auf seinem Smartphone. Im Fall des Paketboten kann man dann zum Beispiel das Smartphone als Gegensprechanlage nutzen, um den Boten zu instruieren, wo er das Paket hinterlegen soll.
Alle getesteten Smarthome-Produkte aus der Kategorie Zutritt:
Nuki Smartlock 2.0*
Nuki Fob*
Nuki Keypad*
Eufy 2K Türklingel*
Heimkino und Multimedia
Auch wenn sich das Heimkino und die Bereiche Audio und Video für die Integration ins Smarthome gut eignen, haben wir aus dieser Kategorie lediglich eine smarte Fernbedienung aus dem Hause Logitech* getestet. Die Universalfernbedienung Harmony Elite versteht sich auf Infrarot, Bluetooth und WLAN und kann so gleich eine ganze Reihe bestehender Fernbedienungen ersetzen.
Praktisch ist, dass man die Harmony Elite nicht mit den herkömmlichen Fernbedienungen „anlernen“ muss, sondern einfach per App festlegen kann, welche Geräte wie bedient werden sollen. Auch Leuchten von Philips Hue lassen sich mit dem Gerät bedienen.
Logitech Harmony Elite*Der smarte Garten
Unser Test-Smarthome hat selbst vor dem Garten nicht haltgemacht. Mittels einer Kombination aus dem Gardena smart Sensor Control Set und dem Micro-Drip-System Start Set haben wir eine praktische Lösung für die optimale Bewässerung eines Gemüsebeets aufgesetzt.
Auch im Garten machen smarte Lampen eine gute Figur – drahtlose Netzabdeckung vorausgesetzt. (Bild: t3n)
Ebenfalls praktisch finden wir Eve Aqua*. Mit dem einfach zu installierenden System lassen sich per App Zeitpläne für die Bewässerung anlegen. Wenn man im Garten mit dem Schlauch unterwegs ist, ist es darüber hinaus komfortabel, das Wasser per Smartphone laufen zu lassen. Darüber hinaus gibt Eve Aqua eine Schätzung bezüglich des Wasserverbrauchs ab.

Alle getesteten Smarthome-Produkte aus der Kategorie Garten:
Gardena smart Sensor Control Set
Micro-Drip-System Start Set Pflanzlichen
Eve Aqua*

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