Je länger Mieterinnen und Mieter in ihrer Wohnung bleiben, desto geringer ist der Anstieg der Miete. Das geht aus einer Mitgliederbefragung des Eigentümerverbands Haus und Grund hervor.Demnach zahlen Mieter in den ersten fünf Jahren durchschnittlich 6,3 Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete. In den folgenden fünf Jahren liegen sie im Schnitt ein Prozent darunter, nach dem zehnten Jahr zahlen sie sogar 4,2 Prozent weniger.
Entsprechend zögerlich scheinen viele Bundesbürger mit Umzügen zu sein. Laut der Befragung zumindest wohnen Mieter von privaten Eigentümern durchschnittlich seit 8,9 Jahren in ihrer Wohnung. Die Erhebung ist nicht unbedingt repräsentativ, gibt aber einen groben Eindruck, wie die Marktlage derzeit ist.Haus und Grund vertritt private Kleinvermieter. Sie bieten nach Verbandsangaben zwei Drittel der Mietwohnungen in Deutschland an. “Auch sie erhöhen die Mieten”, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke. “Aber sie tun dies nach wie vor sehr verantwortungsvoll.” Gut jeder fünfte private Kleinvermieter erhöhe die Miete nur, wenn neue Leute in die Wohnung einzögen.
In früheren Jahren war die Quote allerdings noch höher – was bedeutet, dass auch private Eigentümer inzwischen öfter die Mieten anheben. Debatten über Mietendeckel und Enteignungen ließen die Eigentümer offenbar nicht kalt, sagte Warnecke. Doch auch sie müssten Vorsorge treffen, um Wohnungen instand zu halten und zu modernisieren.
Icon: Der Spiegel

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