Gesundheitsminister

Bei einem Wahlkampftermin hatte ein Mann Gesundheitsminister Jens Spahn homophob beschimpft. Nun wird gegen den 39-Jährigen ermittelt.

24.09.2020, 14.54 Uhr

Gesundheitsminister Jens Spahn

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Nach lautstarken Beschimpfungen gegen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einem Wahlkampftermin in Bergisch Gladbach ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft gegen einen 39-Jährigen wegen Beleidigung. Spahn habe Strafantrag wegen des Vorfalls vom 29. August gestellt, sagte ein Sprecher der Behörde am Donnerstag.

Der Mann soll den Minister als “schwule Sau” bezeichnet haben. Er bekomme nun Gelegenheit, sich zu dem Vorwurf zu äußern, ehe über eine mögliche Anklage entschieden wird. Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung berichtet.Spahn hatte am Rande des Wahlkampftermins mit Demonstranten ins Gespräch kommen wollen. Stattdessen wurde er angefeindet und ausgepfiffen von den Menschen, die offenbar mit der Corona-Politik der Bundesregierung nicht einverstanden waren. Als Spahn ins Auto stieg, wurden ihm homophobe Äußerungen nachgerufen.

Nachdem Polizisten gehört hatten, wie der 39-Jährige Spahn beleidigte, hatte die Polizei Strafanzeige erstattet. Bei einer Beleidigung muss aber zusätzlich der Geschädigte einen Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft stellen, damit diese weiterermitteln kann, wie der Sprecher erläuterte.

Spahn hatte nach dem Vorfall auf Twitter geschrieben: “Miteinander diskutieren, das ist Demokratie. Brüllen und beleidigen ist es nicht.”
Icon: Der Spiegel

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