Immer wieder kommt es an Bahnhöfen zu schweren Unfällen. (Symbolbild)© Arne Dedert/ dpa/ Picture Alliance Am Hauptbahnhof in München kam es zu einem blutigen Unfall: Gerade als eine Frau in den ICE nach Hamburg steigen wollte, schloss sich plötzlich die Tür – mit fatalen Folgen. Immer wieder kommt es an Bahnhöfen zu schweren Unfällen*.Am Münchner Hauptbahnhof ereignete sich erneut ein grausiger Unfall.Eine ICE-Tür trennte einem Fahrgast die Fingerkuppe ab. München – Nachdem es bereits vergangenes Wochenende am Marienplatz zu einem schweren Unfall mit einer S-Bahn gekommen war, mussten die Münchner Rettungskräfte am Mittwoch schon wieder zu einem Unglück am Bahnsteig ausrücken. Dieses Mal wurden sie an den Hauptbahnhof gerufen. Hauptbahnhof München: ICE-Tür klemmt Frau einGerade als eine Frau in den ICE nach Hamburg steigen wollte, schloss sich plötzlich die Tür des Zuges – und trennte ihr dabei die Fingerkuppe ab. Glück im Unglück hatte die 54-Jährige, denn eine Ärztin, die zufällig vor Ort war, leistete sofort erste Hilfe und konnte die Blutung in Schach halten bis der Rettungswagen am Münchner Hauptbahnhof eintraf. Doch warum schloss sich die Tür des ICE so plötzlich? Und warum löste die Sensorik der Bewegungsmelder nicht aus? Wie die Bundespolizei berichtet, hatte der Zugführer wohl mit einem technischen Defekt zu kämpfen: Weil sich am ICE die Türen des zweiten Zugteils nicht automatisch geöffnet hatten, löste dieser den manuellen Türöffnungsvorgang aus. Daraufhin öffneten sich die Türen des defekten Zugteils zwar – allerdings nur zur Hälfte. Technischer Defekt als Unfallgrund – Bundespolizei ermitteltDie 54-jährige Schwabacherin stieg durch eine der halb geöffneten Türen ein, um ihre Fahrt in Richtung Hamburg anzutreten. Dabei hielt sich mit der linken Hand fest. Als die ICE-Tür dann offenbar durch den Defekt plötzlich schloss, klemmte sie ihren Zeigefinger so fatal ein, dass die Fingerkuppe abgetrennt wurde. Aufgrund des diffusen Unfallhergangs und des technischen Defekts ermittelt die Bundespolizei nun „in alle Richtungen“. Nachdem die anwesende Ärztin die 54-jährige Verletzte soweit erstversorgt hatte, wurde sie zur Behandlung in eine Münchner Klink gebracht. Das schnelle und beherzte Eingreifen der Passantin könnte der Schwabacherin den Finger vielleicht sogar retten, zählt doch jede Sekunde, wenn ein Körperteil abgetrennt wird*. Ist das Gewerbe zu lange undurchblutet, sterben die Zellen ab, deshalb muss das Körperteil so schnell wie möglich wieder angesetzt werden. Auch wenn das abgetrennte Gewerbestück noch so klein und schwer beschädigt ist, lohnt es sich, es in die Klinik mitzunehmen. (cos) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.Video: Was mache ich, wenn ich der erste an einem Unfallort bin?
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