Radprofi Geraint Thomas hat beim 103. Giro d’Italia wegen der Folgen eines schweren Sturzes bereits vor der vierten Etappe aufgegeben. Der 34-jährige Topfavorit aus Wales werde zum 140 Kilometer langen Tagesabschnitt zwischen Catania und Villafranca Tirrena nicht mehr antreten, teilte sein Team Ineos am Dienstag mit. Nach weiteren Untersuchungen sei beim Tour-de-France-Sieger von 2018 eine Fraktur am Becken festgestellt worden.”Es ist so frustrierend. Ich habe so viel Arbeit in dieses Rennen gesteckt”, wird Thomas in der Mitteilung seines Rennstalls zitiert. “Ich habe alles getan, was ich konnte, und fühlte mich genauso gut, wenn nicht sogar besser in Form als bei meinem Tour-Sieg.”
Er habe am Morgen zwar Schmerzen gespürt, hätte aber trotzdem starten wollen, führte Thomas aus: “Da ich nun die Gewissheit habe, dass eine Fraktur vorliegt, bleibt mir keine andere Wahl. Ich will den Schaden auf keinen Fall größer werden lassen.”Thomas war am Montag bereits in der neutralen Zone schwer zu Fall gekommen. Er konnte zwar weiterfahren, hatte auf der ersten Bergetappe aber mehr als zwölf Minuten auf Tagessieger Jonathan Caicedo aus Ecuador verloren.

Neuer Gesamtführender nach der dritten Etappe ist der Portugiese João Almeida, der beim Auftaktzeitfahren am Samstag den zweiten Platz belegt hatte und nun Filippo Ganna an der Spitze ablöste. Von den Anwärtern auf den Gesamtsieg konnten der zweimalige Giro-Champion Vincenzo Nibali und der Däne Jakob Fuglsang überzeugen. Beide verloren 51 Sekunden auf Caicedo und liegen nun in der Gesamtwertung auf den Plätzen sechs und neun.Am Dienstag wird der Giro mit der vierten Etappe fortgesetzt. Bis auf einen Anstieg der dritten Kategorie warten keine größeren Hindernisse auf die Fahrer.
Icon: Der Spiegel

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