Michael Ballack (44) klagt gegen das Landratsamt StarnbergFoto: Tobias Hase / dpa

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KARL KEIM
veröffentlicht am
16.10.2020 – 07:12 Uhr

Starnberg – Dieser Hausbesuch lief anders, als es sich Ex-Nationalspieler Michael Ballack (44) vorgestellt hat.Donnerstag rückten gegen 14 Uhr drei Berufsrichter und zwei Schöffen bei dem Fußball-Star auf der Ostseite des schicken Starnberger Sees an. Hintergrund: Ballack klagt gegen das Landratsamt (LRA) Starnberg.Das hatte ihm untersagt, ein 4×6 Meter großes Löschwasserbecken und eine vier Meter lange Terrasse zu bauen. Es verstoße gegen den Bebauungsplan und würde in die festgesetzte Grünfläche eingreifen. Gebaut wurde trotzdem.Ballacks Anwalt Frank Häberer (50) aus Leipzig: „Das Löschwasserbecken soll nicht den Eindruck erwecken, es sei ein schöner Swimming-Pool, der ins Gesamt-Ensemble passe.“

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Ballack stellte klar: „Das wurde zu früh umgesetzt, ganz klar.“ Aus Ballacks Sich sei das Becken „aus Sicherheitsgründen“ gebaut worden. Er wolle sich „als Privatperson bestmöglich absichern“.Aber: Laut Gemeinde ist die Löschwasserversorgung vorher auch schon gewährleistet gewesen. Baujurist Rupert Biber vom LRA sah hier „keinen Spielraum“.

Der Vorsitzende Richter Johann Oswald: „Wir haben erhebliche Probleme mit dem Löschwasserbecken und der Terrasse.“ Er hat Ballack und das LRA zu einer außergerichtlichen Einigung geraten.Und Ballack-Anwalt Häberer sicherte zu: „Wir reißen das Löschwasserbecken und die Terrasse ab.“ Dafür fordert Ballack, dass Technik-Räume nachgenehmigt werden sollen.Eine Einigung kann noch einige Woche dauern.

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