Essay Der Lohn der Angst

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Die ökonomischen und wirtschaftsethischen Lehren für eine Post-Corona-Welt? Jede Rettungsmaßnahme der Gegenwart muss daraufhin geprüft werden, ob sie der nachfolgenden Generation die Zukunft verbaut. Und nicht jede Anpassung sollte verhindert werden, nur weil sie schmerzhaft ist.

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Nils Ole Oermann ist Professor für Ethik mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Lüneburg. Thomas Hauser ist geschäftsführender Partner der Dr. Pirmin Hotz Vermögensverwaltungen AG.

Angst ist meistens kein guter Ratgeber. Richtig ist: Angst kann zum Selbstschutz nützlich sein. Richtig ist aber auch: Auf Dauer lähmt sie. Das gilt auch und gerade in Coronazeiten. In der jetzigen Pandemie führten drei Faktoren zu radikalen politischen Entscheidungen: erstens die anfangs berechtigte Furcht vor einer grenzenlosen Katastrophe, zweitens die Orientierung der politisch Verantwortlichen an der diffusen Angst und medialen Verängstigung der Öffentlichkeit, und drittens schließlich die ausgeprägte Motivation, Ideologien und das eigene Staatsverständnis unter dem Etikett Corona durchzudrücken oder auszubauen.

Das wiederum führte oft zu ökonomischen Streueffekten und in der Folge zu ethischen Schieflagen: Zum einen wurden viele Gesundheitsschutzmaßnahmen debattiert, ergriffen und auch wieder verworfen, ohne dass es dafür eine ausreichende Faktenbasis und wissenschaftliche Begründung gab.

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