Donald Trump vor dem Walter-Reed-Krankenhaus

Foto: ALEX EDELMAN / AFP

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter. Weißes Haus verspricht Transparenz04.50 Uhr: Nach widersprüchlichen Angaben zum Gesundheitszustand des US-Präsidenten hat das Weiße Haus Transparenz zugesagt. “Das ist eine dynamische Lage, wie Sie wissen. Wir bemühen uns, so transparent wie möglich für die amerikanische Öffentlichkeit zu sein”, sagte Sprecherin Alyssa Farah am Sonntag (Ortszeit) dem Sender Fox News.

Trumps Leibarzt Sean Conley und sein Ärzteteam hatten am Samstag vor Journalisten ein rosiges Bild vom Zustand des 74-Jährigen gezeichnet. Wenige Minuten nach der Pressekonferenz erfuhren Reporter von einer anonymen Quelle, dass die Werte des Präsidenten in den vergangenen 24 Stunden “sehr besorgniserregend” gewesen seien und die nächsten 48 Stunden entscheidend sein würden.

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Farah sagte, das Weiße Haus habe die Informationen der Ärzte ergänzen wollen, damit die Öffentlichkeit alle Fakten kenne. Conley habe am Samstag ein “akkurates Update” zu Trumps Zustand gegeben.Arzt kritisiert Trumps kurze Autofahrt03.20 Uhr: An dem überraschenden Auftritt Donald Trumps in einem Wagen vor dem Walter-Reed-Krankenhaus regt sich Kritik. “Jede einzelne Person in dem Fahrzeug während dieser völlig unnötigen Präsidenten-Vorbeifahrt muss jetzt für 14 Tage in Quarantäne”, schrieb der Arzt James P. Phillips, der nach eigenen Angaben auch am Reed-Krankenhaus behandelt.

“Sie könnten krank werden. Sie könnten sterben. Für politisches Theater”, schrieb Phillips. Dass das Fahrzeug des Präsidenten nicht nur kugelsicher, sondern auch gegen Chemieangriffe luftdicht abgeriegelt sei, erhöhe die Ansteckungsgefahr für die Insassen, so der Arzt. “Die Unverantwortlichkeit ist erstaunlich.”

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Der Demokrat Brian Schatz, Senator für Hawaii, schrieb ebenfalls auf Twitter, er bete für die Gesundheit von Trumps Sicherheitsbediensteten. Sie wüssten um die Gefahr, die ihr Beruf mit sich bringe. “Sie sollten jedoch nicht darüber nachdenken müssen, dass die Gefahr von ihrem Schützling ausgeht”, schrieb Schatz.

Biden erneut negativ getestet01.45 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden ist erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. Biden war zuletzt am Freitag zwei Mal negativ auf Sars-CoV-2 getestet worden, der erneute Test am Sonntag war damals bereits angekündigt worden.Am Samstag (Ortszeit) hatte der Sprecher von Bidens Wahlkampfteam, Andrew Bates, gesagt, der 77-Jährige werde regelmäßig getestet und werde das Ergebnis eines jeden Tests publik machen.

Trump und Biden beim TV-Duell am Dienstag

Foto: BRIAN SNYDER / REUTERS

Biden hatte am Dienstag bei einem TV-Duell vor der Präsidentenwahl auf einer Bühne mit Donald Trump gestanden.Trump: “Habe viel über Covid gelernt”01.00 Uhr: Donald Trump hat sich in erneut in einer Videobotschaft aus dem Walter-Reed-Krankenhaus gemeldet. Neben Dank für das Klinikpersonal und dessen Arbeit kündigte der US-Präsident zudem einen “Überraschungsbesuch” für seine Unterstützer an. Kurz darauf zeigte sich Trump dann tatsächlich mit mehreren Begleitern in einem gepanzerten Wagen vor der Klinik und winkte seinen jubelnden Fans zu.

Seinen bisherigen Krankheitsverlauf bezeichnete der Präsident in dem Twitter-Video als “interessante Reise”. “Ich habe viel über Covid gelernt”, sagte Trump. “Ich habe es gelernt, indem ich wirklich zur Schule gegangen bin. Dies ist die echte Schule, dies ist nicht ‘Lasst-uns-die-Bücher-lesen-Schule'”. Er habe sie verstanden und sie sei eine sehr interessante Sache, sagte Trump mit Bezug auf die Krankheit. Er wolle seine Unterstützer bald mehr darüber wissen lassen.Umfrage sieht Biden nach Trumps Erkrankung deutlich vorne0.30 Uhr: Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Marktforschungsunternehmens Ipsos zufolge liegt der demokratische Kandidat Joe Biden im Rennen um das US-Präsidentenamt noch deutlicher vor Amtsinhaber Trump als noch vor ein paar Tagen.Nach Trumps Covid-19-Erkrankung lag Biden demnach auf nationaler Ebene zehn Prozentpunkte vor Trump. Das ist eine Zunahme von ein bis zwei Punkten zu den Erhebungen der Vorwoche, die allerdings eine Ungenauigkeit von fünf Punkten haben.Zwei Drittel der Amerikaner denken der Umfrage zufolge, dass Trump sich nicht mit dem Coronavirus infiziert hätte, wenn er es ernster genommen hätte. Auch zur Glaubwürdigkeit des Präsidenten wurden Daten erhoben: Etwa ein Drittel – 34 Prozent – der Befragten geht davon aus, dass Trump zum Coronavirus die Wahrheit sagt, 55 Prozent sind nicht dieser Meinung, elf Prozent sind sich unsicher.
Icon: Der Spiegel

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