Unsere Kolumnistin hat die Antworten auf die vier häufigsten Doggystyle-ProblemeVor einiger Zeit verfasste ich eine Serie von Guides zum Thema „Frischer Wind für alte Sexstellungen“. Darin befasste ich mich mit möglichen (und unmöglichen) Upgrades für Cowgirl, Missionar, 69 und Co. Als es aber an Verbesserungen für die Doggystyle-Position ging, war ich überfragt. Sie wissen schon: SIE kniet auf allen Vieren, ER hinter ihr und dringt a tergo in sie ein, vaginal, um bei der klassischen Varinte zu bleiben. Ich wollte damals von Ihnen wissen: „Was, um alles in der Welt, wollen Sie denn an dieser Königin, der Göttin aller Sexpositionen, noch optimieren?“(Lesen Sie auch: Sex-Toys für IHN – Mit diesen Tipps wird es noch prickelnder)Um ehrlich zu sein, weiß ich das bis heute nicht. Denn ich bin seit jeher im Doggystyle-Fanclub e.V., bin Gründerin, Vorsitzende und PR-Team in Personalunion und organisiere außerdem die Fantreffen. Doch nicht alle scheinen meine Begeisterung zu teilen, denn die Doggystyle-Position soll so manchem Schwierigkeiten bereiten. Munkelt man. Ich habe mich umgehört und liefere Ihnen heute einen Notfall-Guide für Problemsituationen.Problem Nr. 1: Schmerzen durch zu tiefe PenetrationDer große Vorteil der „Hündchenstellung“ ist gleichzeitig ihr Dilemma: In dieser Position kann der Mann besonders tief in seine Partnerin eindringen, durch den Winkel sogar ihren G-Punkt stimulieren. Allerdings empfinden viele Frauen das intensive Eindringen in dieser Position als schmerzhaft, denn es kann passieren, dass der Penis während der Penetration gegen den Gebärmutterhals stößt. Aua. Na gut, fühle ich. Ist der männliche Mitspieler außerdem noch besonders gut bestückt und wird die Frau nicht feucht genug, ist Holland in Not.Und jetzt? Sorgen Sie mit Gleitgel vor. Viel Gleitgel. Und achten Sie darauf, dass Ihre Partnerin ausreichend erregt ist, bevor Sie in sie eindringen. Wenn Sie dann in ihr sind, werden Sie bitte nicht zu ungestüm. Seien Sie sanft, fragen Sie, wie es sich für sie anfühlt. Und dann machen Sie gaaanz langsam. Slow-Motion kann so heiß sein.PS: Hat Ihre Partnerin trotz aller Vorsicht Schmerzen, sollten Sie unbedingt auf den Doggystyle verzichten. Manchmal passt es einfach nicht. Was mich zum nächsten Punkt bringt …Problem Nr. 2: „Er“ rutscht immer wieder rausKennen Sie das? Sie genießen den Anblick, der sich Ihnen bietet und sind gerade dabei, als es passiert – Ihr Penis rutscht aus der Vagina Ihrer Gespielin. Woran das liegt? Keine Ahnung, ich werde den Teufel tun und verkünden, dass dieses Missgeschick nur zu kleine Penisse ereilt. Denn tatsächlich scheint es auch Männern mit XL-Exemplar ab und an zu passieren. Blöd. Doch geben Sie nicht auf.Und jetzt? Umfassen Sie die Hüften Ihrer Frau mit beiden Händen, wahlweise mit einer Hand, während die andere Ihren Penis umfasst hält. Das verhilft Ihnen zu einer besseren Kontrolle.Ein weiterer Tipp: Ihre Partnerin sollte sich so wenig wie möglich bewegen, denn stimmt Ihr Rhythmus nicht überein, kann das in dieser Position fatale Folgen haben.Ansonsten gilt: Probieren Sie so lange rum, bis es passt. (Lesen Sie auch: Das wollen Frauen wirklich im Bett)Problem Nr. 3: Das Rahmenprogramm wird vergessenEin Manko für viele Frauen: Durch das Von-hinten-Nehmen vergisst so mancher Mann, dass die wenigsten von uns durch reine Penetration zum Orgasmus kommen, sondern vor allem durch klitorale Stimulation. Die Klitoris aber, dieser kleine Teufel, ist beim Doggy nun mal nicht zu sehen. Und wie heißt es leider so treffend: Aus den Augen, aus dem Sinn. Sprich: Klitoris nicht vergessen. Und den Rest Ihrer Partnerin bitte auch nicht. Wir sind ja schließlich nicht nur Arsch und Luke, um das mal deutlich zu sagen.Und jetzt? Legen Sie kleine Pausen ein, in denen Sie die Klitoris Ihrer Partnerin stimulieren. Sanft reibend, nicht wüst schubbernd. Kneten Sie die Brüste der Frau, küssen Sie ihren Hals, umfassen Sie ihre Haare und ziehen ihren Kopf (spielerisch und mit Einverständnis der Dame) zu sich, flüstern Sie ihr Schmutziges ins Ohr. Sorgen Sie für ein optimales Rahmenprogramm.Problem Nr. 4: Die Frau fühlt sich nicht wohl„Ich komme mir bei Doggy immer wie ein Stück Fleisch vor.“ „Die unpersönlichste Stellung, die ich kenne, man kann sich ja nicht mal in die Augen sehen.“ „Mein Bauch wabbelt, und mein Freund hat freien Blick auf meinen Po, meine Cellulite und die Pickelchen vom Muschi-Rasieren, na toll.“ Nur einige der Meinungen, die ich von anderen Frauen zur Doggy-Position erhielt.Und jetzt? Schwierig. Was soll man raten, wenn die Partnerin sich als Objekt fühlt? Wenn sie unsicher ist, weil alle ihre vermeintlichen Problemzonen im Fokus stehen? Vielleicht hilft es, wenn Sie ihr zeigen, wie sehr Sie ihr Anblick erregt. Wenn Sie ihr immer wieder sagen, wie geil ihr Arsch aus dieser Warte aussieht. Wenn Sie sie zwischendurch küssen und ihr das Gefühl geben, eben kein Stück Fleisch zu sein, sondern der Mensch, den Sie in diesem Moment begehren. Eine Garantie, dass das funktioniert, kann ich Ihnen nicht geben. Aber ich drück die Däumchen.Mimi Erhardt ist Sex-Kolumnistin für GQ und GQ.de. Hier erfahren Sie mehr über die Autorin.
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