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Bernd Leno, Tor: Der Torwart vom FC Arsenal hatte in der ersten Hälfte ganz wenig zu tun. Er griff ein paar Mal sicher zu, fing einige Bälle, die jeder Torwart zu fangen hat. Nach dem Seitenwechsel lief es weniger gut für ihn: Bei den Gegentoren wirkte er chancenlos. Nach dem 1:1 bewahrte er die Elf immerhin mit einer starken Parade vor dem Rückstand.

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Nico Schulz, linke Außenbahn (bis 70. Minute): Der Dortmunder ist bei seinem Verein nur Ersatz, auch wenn der Bundestrainer ihm diese Woche prophezeit hatte, er werde “seine Einsatzzeiten bekommen”. Mit der Leistung vom Mittwoch hat er dafür aber wenig Argumente sammeln können. Eifrig, aber im Sinne von übereifrig. Das türkische Ausgleichstor zum 1:1 entstand nach einem unsauberen Pass von ihm. Nach 70 Minuten war Schluss für Schulz.

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Robin Gosens (ab 70. Minute): Einer der Aufsteiger des Jahres, mit Atalanta Bergamo sorgt er für Aufsehen in der Champions League. In die Nationalelf hat er es auch geschafft, wenn auch am Mittwoch nur für 20 wenig aussagekräftige Minuten als Ersatz für Schulz.

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Robin Koch, Abwehr: Bei Leeds United lernt Koch im Moment die raue Fußballwelt kennen, dagegen dürfte dieser Abend eher erholsam für den früheren Freiburger gewesen sein. In der Abwehrmitte tat er seinen Job, aber nach vorne traute er sich nur wenig zu und spielte lieber den sicheren Querpass.

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Antonio Rüdiger, Abwehr (bis 59. Minute): Auch Rüdiger hat seit Monaten nur wenig gespielt, beim FC Chelsea kommt er derzeit kaum zum Einsatz, und das merkte man ihm durchaus an. Seine Ausflüge nach vorne endeten fruchtlos. Im Zweikampf eher plump als elegant, holte sich früh die Gelbe Karte und setzte seine robusten Körpereinsätze dessen ungeachtet fort. Mit seiner Auswechslung nach einer Stunde entkam er der Gefahr des Feldverweises.

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Jonathan Tah (ab 59. Minute): Der Leverkusener, der nach einer Stunde ins Spiel kam, braucht derzeit auch Selbstvertrauen, ist im Verein nicht mehr erste Wahl. Was er im DFB im Grunde auch noch nie war. Löw hält dennoch seit Jahren an ihm fest, weil er im Notfall als Innenverteidiger zumindest eine solide Leistung bringt. So wie am Mittwoch.

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Benjamin Henrichs, rechte Außenbahn: Noch einer aus der Startelf, der seinen Stammplatz erst erkämpfen muss. Henrichs ist allerdings auch gerade erst bei RB Leipzig angelandet und sucht dort ebenso seine Rolle wie in der Nationalelf. Seine Nominierung war ohnehin überraschend, er spielte auf seiner rechten Seite solide, bügelte in der Defensive das eine oder andere aus. Um bei der DFB-Elf weiter im Fokus zu bleiben, wäre aber wohl eine nachhaltigere Vorstellung nötig gewesen.

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Emre Can, Abwehr: Der Dortmunder gehörte in dieser Elf schon zu den Routiniers, und er mühte sich um eine Führungsrolle. Oft um den Ball bemüht, um den Spielaufbau auch, aber bei Can schleichen sich auch regelmäßig ein paar Fahrlässigkeiten ein. Die blieben auch gegen die Türkei nicht aus. Dennoch eine zufriedenstellende Partie.

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Florian Neuhaus, Mittelfeld (bis 79. Minute): Der Gladbacher war der einzige Debütant in der Startformation, Joachim Löws Belohnung für ein starkes Jahr bei Borussia Mönchengladbach. Der Mittelfeldspieler hatte ein paar Offensivaktionen, traute sich auch mal einen Torschuss zu und hielt sich ansonsten eher zurück. Was für einen allerersten Auftritt aber auch okay ist. Nicht jeder ist ein Pierre Littbarski und schießt in seinem ersten Länderspiel gleich zwei Tore. Ein Tor im Debüt reicht manchmal auch. Vor dem 2:2 verlor er den Ball, das sah allerdings sehr nach einem Foul des Gegenspielers aus.

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Mo Dahoud (ab 79. Minute): Debütant für Debütant. Der Ex-Gladbacher Dahoud ersetzte nach 77 Minuten den Gladbacher Neuhaus. Der BVB-Spieler kennt aus Dortmund das Schicksal, bestenfalls spät eingewechselt zu werden. Aber Joachim Löw sagt: “Ihm gehört die Zukunft.” Man wird sehen.

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Julian Brandt, Mittelfeld (bis 85. Minute): In der Offensive der mit den meisten Ballkontakten, mit den meisten Szenen, überraschenderweise für ihn auch mit den meisten Balleroberungen. Wenn irgendwo nach vorne etwas ging, war Brandt meistens beteiligt, lauffreudig war er auch. Der Dortmunder muss allerdings auch Eigenwerbung betreiben, er war beim BVB schon mal weiter.

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Niklas Stark (ab 85. Minute): Der Herthaner, auch einer, der im Verein keinen Stammplatz mehr hat, durfte beim DFB ab der 85. Minute für Brandt noch ein bisschen mitspielen.

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Julian Draxler, Sturm (bis 59. Minute): Er sollte als Kapitän des Teams laut Oliver Bierhoff zeigen, dass “er nicht nur ein Mitläufer ist”. Diese zumindest ungewöhnliche Art der Spielermotivation hat sich zumindest beim Führungstor ausgezahlt. Auch vorher hatte er schon ins Tor getroffen, da war es allerdings noch eine Abseitsposition. Also durchaus auffallend, wenn es um die vordere Linie ging. Wenn es sich um die Spielführung drehte, allerdings doch weniger Taktgeber als doch zu oft, nun ja, Mitläufer.

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Jonas Hofmann (ab 59. Minute): Nach knapp 60 Minuten kam auch der zweite Gladbacher zu seinem Länderspieldebüt, als er für Draxler eingewechselt wurde. Mit 28 Jahren hat es Hofmann dann doch zum DFB geschafft, talentiert war er immer schon.

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Kai Havertz, Sturm (bis 90. Minute): Die Erwartungen sind bei ihm immer höher als bei anderen, schließlich ist der Neu-Londoner mit so viel Talent gesegnet und jetzt auch noch mit einer astronomischen Ablösesumme belastet. Unter einer solchen Messlatte muss man eigentlich unten durchturnen, und so war es auch. Dennoch reichte Havertz Leistung immer noch, um zwei deutsche Tore vorzubereiten und bei vielen Aktionen die Leichtigkeit einzubringen.

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Nadiem Amiri (r.) (ab 90. Minute): Kam in der Nachspielzeit für Havertz. Mehr ist nicht zu sagen.

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Luca Waldschmidt, Sturm: Als einzige nominelle Spitze wirkte er manchmal auch wie ein Einzelkämpfer, nicht immer optimal ins Spiel eingebunden – und wenn er in Aktion war, auch nicht wirklich durchschlagskräftig. Sein Moment kam spät, aber er kam. In der 81. Minute, als er dann doch mal energisch eingriff: Das war das 3:2.

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Joachim Löw, Trainer: Seine bedeutendste Leistung wird sein, aus diesem Spiel Erkenntnisse zu ziehen. Eine seiner größten Herausforderungen in Löws 14-jähriger Cheftrainerkarriere beim DFB.

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