Bundespräsident Steinmeier negativ getestetDer erste Test von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seit seiner Quarantäne ist negativ ausgefallen. Das teilte seine Sprecherin mit. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne, in den kommenden Tagen seien weitere Tests geplant. (dpa)

Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden.Bei dem Mann aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades. Steinmeier habe sich nun selbst einem Corona-Test unterzogen, das erste Ergebnis liege aber noch nicht vor, sagte die Sprecherin am Samstagnachmittag.Ende März hatte sich auch Kanzlerin Angela Merkel vorsorglich für knapp zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt mit einem infizierten Arzt hatte. In dieser Zeit hatte sie drei Corona-Tests machen lassen, die jedoch alle negativ waren.Der Bundespräsident wollte an diesem Sonntag zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse eigentlich den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche verleihen. (dpa)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
 
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Bernd von Jutrczenka/dpa

Fast 11.000 Neuinfektionen in ItalienIn Italien hat das Gesundheitsministerium 10.925 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert – so viele wie nie zuvor. Zudem seien 47 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. (Reuters)

150 Virus-Tote in Großbritannien binnen eines TagesIn Großbritannien sind nach Regierungsangaben an nur einem Tag 150 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sind so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Am Freitag waren noch 136 Todesfälle registriert worden. Zudem wurden 16.171 nachgewiesene Neuinfektionen registriert nach 15.650 am Freitag. (Reuters)

Altmaier hält Lockdown für “nicht zielführend”Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier warnt davor, die Wirtschaft als Ganzes herunterzufahren. “Die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten, am Arbeitsplatz, beim Einkaufen oder Tanken, sind eher unproblematisch, sofern Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden”, sagt der CDU-Politiker der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” laut Vorabbericht. “Einen neuen Lockdown brauchen wir deshalb nicht.” Es sei “nicht zielführend, ganze Wirtschaftsbereiche zu schließen, die erkennbar nichts oder wenig mit dem Infektionsgeschehen zu tun haben”. (Reuters)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier
 
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Mehr als 8100 Neuinfektionen in den NiederlandenDie Niederlande haben 8114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Das ist erneut ein Rekordwert, wie Daten des Nationalen Instituts für Öffentliche Gesundheit zeigen. (Reuters)

Belgische Außenministerin positiv getestetDie belgische Außenministerin Sophie Wilmes hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv getestet worden, teilt sie per Twitter mit. Vermutlich sei die Ansteckung innerhalb ihrer Familie erfolgt. Bereits am Freitag erklärte sie, sie werde sich selbst isolieren, weil es einen Verdacht auf Covid-19-Symptome gebe. Wilmes hatte am 12. Oktober an Gesprächen mit den anderen EU-Außenministern in Luxemburg teilgenommen. (Reuters)

Drohnen sollen britische Kliniken mit Tests versorgen Drohnen sollen künftig Corona-Tests und Schutzausrüstungen zwischen Kliniken in Großbritannien liefern. Das Projekt „Apian“ habe dafür die Genehmigung der britischen Raumfahrtbehörde bekommen, teilte die Regierung in London mit. Der Service wurde von Mitarbeitern des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS im Rahmen eines Förderprogramms gegründet. Die Nutzung von Drohnen verringere im Vergleich zu herkömmlichen Kurierdiensten den Zeit- und Personalaufwand sowie das Infektionsrisiko, betonten Mitarbeiter des Start-ups.Jede Drohne kann etwa zwei Kilogramm transportieren und mit ihrem Hybrid-Antrieb ein fast 100 Kilometer entferntes Ziel erreichen. Sie fliegt in 90 Metern Höhe auch bei schlechtem Wetter.Viele britische Krankenhäuser sind in der Corona-Krise überlastet und könnten schon bald nicht mehr den Ansturm der Covid-Patienten stemmen. Besonders stark betroffen von der Pandemie sind der Norden Englands, Teile von Schottland und Wales sowie Nordirland. Mediziner fordern einen nationalen Lockdown. Das lehnt Premierminister Boris Johnson bisher ab.Nach Regierungsangaben vom Freitag waren binnen 24 Stunden fast 16.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Doch es wird mit einer hohen Dunkelziffer unter den etwa 67 Millionen Einwohnern des Landes gerechnet. Das Statistikamt ONS geht von geschätzt knapp 28.000 Infektionen pro Tag allein in England aus.  (dpa)

Viele britische Krankenhäuser sind in der Corona-Krise überlastet.
 
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Baden-Württemberg ruft höchste Corona-Alarmstufe aus Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen sollen von Montag an gelten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mitteilte. (dpa)

Wieder 25.000 Neuinfektionen – Frankreich geht in den Teil-Lockdown

Mecklenburg-Vorpommern hebt Quarantänepflicht für Touristen auf Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs beim Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Risikogebieten auf. Nach wochenlangem Streit und wenige Tage vor einem dazu erwarteten Gerichtsurteil einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche am Samstag darauf, dass für Urlaub im Nordosten von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang zusätzlich geforderte Quarantäne von mindestens fünf Tagen und ein folgender zweiter Test entfallen. Diese Regelung galt bislang nur in Mecklenburg-Vorpommern, war die bundesweit schärfste und hatte für massive Kritik gesorgt.Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte angesichts der steigenden Zahl an Neuinfektionen lange Zeit auf dem Sonderweg bestanden, lenkte nun aber angesichts abschlägiger Urteile zum Beherbergungsverbot in einer Reihe anderer Bundesländer ein. Schon nach dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch hatte Schwesig Lockerungen in Aussicht gestellt, aber Bedingungen daran geknüpft.Die nun vereinbarte Regelung mit einem negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, gilt als Kompromiss. Gerichte in Schleswig-Holstein und Hamburg hatten dieses Verfahren bestätigt, so dass die Landesregierung auf eine ähnliche Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Greifswald hoffen kann. Andere Bundesländer verzichten inzwischen auf Gesundheitsnachweise. (dpa)

Spaziergänger am Strand von Zingst an der Ostsee.
 
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Bernd Wüstneck/dpa

Mehr als acht Millionen bestärigte Infektionen in den USA Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als acht Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore zufolge liegt die Zahl nun bei rund 8.050.400. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, gefolgt von Indien mit mehr als 7,3 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo mehr als 5,1 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Experten gehen zugleich von einer hohen Dunkelziffer an Corona-Infektionen aus.Die USA bekommen die Pandemie nicht unter Kontrolle. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen stieg am Donnerstag über die Marke von 60.000. Besonders stark war der Anstieg zuletzt in einigen Bundesstaaten des Mittleren Westens wie North Dakota, South Dakota und Missouri.Rund 218.000 Menschen sind gestorben – mehr als in keinem anderen Land. Allerdings sind die USA ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Auf 100.000 Einwohner kommen damit rund 66 Tote, während es in Peru rund 100, in Brasilien und Spanien rund 72 sind. In Deutschland wurden rund zwölf Tote pro 100.000 Einwohner verzeichnet. Weltweit starben laut Johns-Hopkins-Universität gut 1,1 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2. (dpa)

Eine Passantin geht am Eingang eines Testcenters in New York vorbei.
 
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Mehr als 30.000 Covid-19-Tote im IranIm Iran hat die Zahl der Corona-Toten die Marke von 30.000 überschritten. Binnen 24 Stunden seien 253 weitere Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl der Infektionen liege bei 526.490, die Zahl der Toten bei 30.123.

Die Pandemie trifft auch den Iran hart.
 
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Majid Asgaripour/West Asia News Agency/Reuters

Laumann: 70 000 in NRW in Corona-QuarantäneIn Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef
Laumann (CDU) derzeit rund 70 000 Menschen wegen Corona
in Quarantäne. Trotz Personallücken in den Gesundheitsämtern seien die nötigen
Tests und Nachverfolgungen der Infektionsketten grundsätzlich aber
gewährleistet, sagte er am Samstag im Deutschlandfunk.NRW teste rund 350.000 Menschen pro Woche auf eine Infizierung mit dem Coronavirus – möglich seien derzeit sogar 400.000 pro
Woche. Das Gesundheitssystem habe noch „sehr viele Kapazitäten“ zur Versorgung
Infizierter – auch in der Intensivmedizin.Das NRW-Kabinett hatte am
Freitag verschärfte Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen – darunter strenge
Kontaktbeschränkungen und eine erweiterte Maskenpflicht, etwa in Fußgängerzonen,
sowie eine Sperrstunde in Gebieten mit hohen Infektionsraten ab 23.00
Uhr. (dpa)

Italien registriert mehr als 10.000 Neuinfektionen In Italien haben die Gesundheitsbehörden am Freitag mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert – ein neuer Höchstwert seit dem Beginn der Pandemie. Demnach wurden auch 55 Tote in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet.Im März hatte der höchste Wert an Neuinfektionen innerhalb eines Tages bei 6557 gelegen. Dieser Wert wurde mit 10.010 Neuinfektionen am Freitag zum dritten Mal in Folge gebrochen. Allerdings wird inzwischen auch mehr getestet: Mehr als 150.000 Coronatests wurden laut den Behörden seit Donnerstag ausgeführt.Seit dem Beginn der Epidemie wurden in Italien rund 391.000 Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert. In 36.427 Fällen führten die Infektionen zum Tod. (AFP)

Die Fallzahlen in Italien steigen stark – trotz Maskenpflicht auch im Freien.
 
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Guglielmo Mangiapane/Reuters

Auch der Kreis Warendorf überschreitet Corona-Warnstufe Auch der Kreis Warendorf gehört inzwischen zur wachsenden Gruppe der
nordrhein-westfälischen Kommunen mit hoher Coronagefährdungsstufe. Mit 52,5
sprang dort die Quote der Neuinfektionen nach Angaben des Robert Koch-Instituts
(RKI) vom Samstagmorgen über die als derzeit höchste Corona-Warnstufe geltende
Marke von 50 gerechnet auf 100 000 Einwohner und sieben Tage.In der
RKI-Grafik mit täglich zunehmenden roten Warnfeldern gibt es inzwischen sogar
einen dunkelroten „Hotspot“. Herne lag am Samstag bei der sogenannten
Sieben-Tage-Inzidenz mit 115,7 an der Spitze in NRW. Auch Wuppertal kratzte mit
98,2 bereits an der 100er-Schwelle.Gegenüber dem Vortag stieg die Zahl
der Neuinfektionen in NRW laut RKI um 1889 auf 88 204. Der bisherige Höchstwert
an Neuinfektionen war in NRW am Freitag mit plus 2154 registriert worden. An den
Wochenenden sind die amtlich gemeldeten Zahlen auf Grund der Personalkapazitäten
in den Laboren und Gesundheitsbehörden meist niedriger. (dpa)

Merkel: „Bleiben Sie wenn immer möglich zu Hause“

Tagesspiegel | Sven Lemkemeyer

Infektionszahlen in den LändernIn den USA steigt die Zahl der Infizierten einer Reuters zufolge um mindestens 69.478 auf 8,08 Millionen an. Mindestens 899 Menschen sind demnach nach einer Ansteckung gestorben. Insgesamt sind 218.633 Menschen dem Virus erlegen.In Tschechien hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erstmals die Marke von 11.000 übersprungen. 11.105 Ansteckungen verzeichnet das Gesundheitsministerium in den vergangenen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 160.112. Tschechien war zuletzt das Land in Europa, in dem die Fallzahlen in Relation zur Bevölkerungsgröße zuletzt am stärksten stiegen.Die Ukraine verzeichnet eine Rekordzahl von 6410 Corona-Neuinfektionen. 109 Patienten seien in den vergangenen 24 Stunden verstorben, teilt der Nationale Sicherheitsrat mit. Auch dies ist ein Höchstwert. Mit 5992 Neuinfektionen hatte die Ukraine bereits am Freitag einen neuen Rekord gemeldet. Insgesamt verzeichnet das Land 293.641 bestätigte Ansteckungen und 5517 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie.Polen meldet einen Rekordanstieg von 9622 Corona-Neuinfektionen. In Indien sind laut Gesundheitsministerium 62.212 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden. Nach den USA verzeichnet das Land mit 7,43 Millionen die weltweit zweithöchste Zahl an nachgewiesenen Ansteckungsfällen. Insgesamt starben rund 113.000 Menschen mit oder an dem Virus. Die Zahl der aktiven Infizierten sei erstmals seit eineinhalb Monaten unter 800.000 gesunken. (Reuters)

754 weitere Covid-19-Tote in Brasilien In Brasilien ist die Zahl der Corona-Toten nach Angaben des Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden um 754 auf 153.214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionen klettert demnach um 30.914 auf 5,2 Millionen.  (Reuters)

Österreichs Außenminister Schallenberg infiziert Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin seines Ministeriums bestätigt, dass Schallenberg positiv getestet worden sei. Der Minister sei symptomfrei. Er habe am Mittwoch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Alle Regierungsmitglieder hätten dabei Masken getragen, würden nun aber als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls getestet. Es sei möglich, dass Schallenberg bereits am Montag infiziert gewesen sei. An dem Tag hatte er ebenso wie Bundesaußenminister Heiko Maas am EU-Außenministertreffen in Luxemburg teilgenommen. (Reuters)

Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg.
 
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UNTV/AP/dpa

Regierungschefin Ardern bei Parlamentswahl in Neuseeland weit vorne Bei der Parlamentswahl in Neuseeland zeichnet sich ein klarer Sieg der amtierenden Labour-Partei mit Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ab. Nach ersten Ergebnissen kurz nach Schließung der Wahllokale käme die Partei sogar auf die absolute Mehrheit von mehr als 60 der 120 Sitze. Sollte sich dies bestätigen, könnte Labour in Zukunft auch ohne eine Koalition mit den Grünen regieren. Ein Kommentator im neuseeländischen Fernsehen sprach von einem „beachtlichen Linksrutsch“. Die auch im Ausland wegen ihres erfolgreichen Krisenmanagements bekannte Ardern ist seit 2017 im Amt.Ihre schärfste Gegnerin bei der Wahl war Judith Collins (61) von der konservativen National-Partei, die nach den ersten Resultaten aber nur auf etwa 30 Sitze kommt. Bereits nach Umfragen im Vorfeld der Abstimmung war Ardern die Favoritin. Sie regierte bisher eine Koalition aus Labour, den Grünen und der populistischen Kleinpartei New Zealand First, die für ihre einwanderungsfeindlichen Positionen bekannt ist. Vor drei Jahren war die Partei noch Zünglein an der Waage gewesen und hatte Ardern überraschend ins Amt verholfen. Nun verlor sie deutlich. Die Grünen konnten hingegen zulegen.Wegen ihres Umgangs mit den Attentaten von Christchurch, bei denen ein Rechtsextremist aus Australien im vergangenen Jahr in zwei Moscheen 51 Muslime erschossen hatte, und ihres erfolgreichen Kampfes gegen die Corona-Pandemie hat Ardern auch international viel Anerkennung gefunden. Der Pazifikstaat ist bislang vergleichsweise sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen und hatte jüngst zum zweiten Mal erklärt, das Virus unter Kontrolle zu haben. (dpa)

Bleibt wohl Ministerpräsidentin: Jacinda Ardern.
 
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Michael Bradley/AFP

Weltärztepräsident erwartet 10.000 Corona-Neuinfektionen täglich Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery rechnet damit, dass trotz der aktuell beschlossenen Maßnahmen die Zahl der Corona-Neuinfektionen in wenigen Tagen eine weitere Rekordmarke erreicht. „Auch in Deutschland wird die Zahl der Neuinfektionen in der kommenden Woche voraussichtlich die Grenze von 10.000 überschreiten“, sagte Montgomery der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). Daran könnten auch die jetzt getroffenen Maßnahmen wenig ändern, weil die sich erst „in frühestens fünf bis zehn Tagen auswirken“, sagte der Präsident des Weltärztebundes.Nach Ansicht des SPD-Fraktionsvize und Epidemiologen Karl Lauterbach ist bei einem weiteren Anstieg der Fallzahlen die Versorgung schwerer Corona-Fälle gefährdet. Bei einem weiteren dauerhaften Anstieg der Fallzahlen reichten die Krankenhauskapazitäten nicht aus, um die schweren Fälle angemessen zu behandeln, sagte Lauterbach der Zeitung. „Bei täglich 10.000 Fällen ist spätestens in zwei Monaten der Punkt erreicht, bei dem zu wenige Intensivbetten für die Corona-Patienten bereitstehen“, warnte Lauterbach. Der Gesundheitsexperte plädierte dafür, erst einmal die aktuell beschlossenen Maßnahmen wirken zu lassen. „Ob sie wirklich ausreichen, ist aber fraglich“, sagte er.  (epd)

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery.
 
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Imago Images/Photothek

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