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Breaking News 24/24 7/7 Nachrichten Mitteilungen NRW: Araber-Clans nehmen gezielt die Kneipen in Geldnot ins Visier

Breaking News 24/24 7/7 Nachrichten Mitteilungen Durch die coronabedingten Schließungen geraten immer mehr Kneipen in Existenznot. Araber-Clans könnten das in Nordrhein-Westfalen inzwischen ganz gezielt ausnutzen, sagt Clan-Experte Ralf Ghadban. Mit hohen Schwarzgeldsummen bringen sie Bars unter ihre Kontrolle. Und auch das Landeskriminalamt ist alarmiert.
Es klingt immer wieder irritierend, und doch ist es eine traurige Tatsache: Deutschland gilt für die organisierte Kriminalität als Paradies. Die gesetzlichen und institutionellen Instrumente zur Bekämpfung von Korruption und Wirtschaftskriminalität liegen in Deutschland noch immer weit hinter anderen EU-Nationen zurück. Zudem ist es in kaum einem anderen europäischen Land noch immer so unbeobachtet möglich, mit hohen Bargeldbeträgen zu hantieren. Die vermuteten Dunkelziffern in der Wirtschafts-, organisierten Kriminalität und Korruption, die zwei Drittel der Gesamtkriminalität ausmachen, betragen zum Teil mehr als 90 Prozent, sagte Sebastian Fiedler, Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, in einem Interview FOCUS Online.BKA warnt schon seit JahrenSchon seit Jahren wissen das Bundeskriminalamt und verschiedene Landeskriminalämter, dass das das Phänomen der Geldwäsche in Deutschland eine immer größere Bedeutung im Bereich der organisierten Kriminalität einnimmt. Jüngste Befürchtung: arabischstämmige Clans nutzen die Corona-Krise gezielt aus, um in Finanznot geratene Unternehmen aufzukaufen und so illegal verdientes Geld zu waschen.Besonders im Blick haben Experten dabei derzeit die dichte Kneipenszene in Nordrhein-Westfalen. Durch die coronabdingten, fast zweimonatigen Schließungen sind viele Wirtsleute in ernste wirtschaftliche Notlagen geraten. Auch die zuletzt zumindest teilweise stattfindenden Wiedereröffnungen bedeuten für viele Gastronomiebetriebe nur eine kleine Linderung der Finanzprobleme – auch weil der erwartete Ansturm auf die Kneipenszene bislang ausbleibt.Nach Einschätzung des Landeskriminalamtes NRW ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass arabischstämmige Clans diese Notlagen nun ganz gezielt ausnutzen. „Organisiert handelnde Kriminelle sind grundsätzlich bestrebt, neu entstehende Kriminalitätsmärkte schnell zu identifizieren und flexibel einen kriminellen Profit aus sich entwickelnden wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu erzielen”, teilte das LKA FOCUS Online mit.”Vor diesem Hintergrund war und ist auch weiterhin zu erwarten, dass Kriminelle auch im Kontext der so genannten Corona-Krise strafrechtlich-relevante Aktivitäten entwickeln.” Konkrete Erkenntnisse hinsichtlich einer „Übernahme“ von Gastronomiebetrieben im genannten Zusammenhang durch kriminelle Angehörige von Familienclans lägen allerdings bislang nicht vor.Clan-Experte: “Hervorragende Gelegenheit für Geldwäsche-Geschäfte”Auch der Politikwissenschaftler und Clan-Experte Ralf Ghadban warnt davor, dass große Clanfamilien im Ruhrgebiet und auch anderswo die Coronakrise ausnützen würden, um auf diese Weise illegales Geld zu waschen. „Das Phänomen ist ja nicht neu. Die Clans versuchen seit mehreren Jahren, ganz gezielt ihren Einfluss auszudehnen und nutzen jede Chance, die sich ihnen bietet“, erläutert Ghadban im Gespräch mit FOCUS Online.Er kenne Geschäftsinhaber, die ihm berichtet hätten, dass sie von Clan-Familien unter Druck gesetzt worden seien. „Das beginnt oft mit Schutzgelderpressungen und kann mit der Übernahme einer Firma enden, wenn es den Inhabern nicht gelingt, sich den Drohungen zu widersetzen“, so Ghadban. „Jetzt sind viele Barbetreiber in akuter Not. Das ist eine hervorragende Gelegenheit, die die Erfolgswahrscheinlichkeit von Geldwäsche-Geschäften für die Clans erhöht.“Fall um Remmo-Clan in Berlin zeigt, wie schwer Ermittlungen sindDie Politik, so der Experte, nehme das Problem nicht ausreichend wahr. Und wenn die Ermittler dann mal das Glück hätten, Hinweise auf Schwarzgeldgeschäfte zu bekommen, dann gerieten gleich Dutzende Transaktionen ins Visier. So etwa vor zwei Jahren, als in Berlin 77 der dem Remmo-Clan zugerechneten Immobilien beschlagnahmt wurden. Der Verdacht: die Käufe seien mit aus Straftaten erzielten Erlösen finanziert worden.Dass bislang allerdings erst zwei Immobilien vor einem Monat vom Landgericht zur Einziehung angeordnet wurden, lässt erahnen, wie schwer es die Ermittler haben, ihren Verdacht auch mit Fakten zu untermauern. In diesem Fall war es den Ermittlern gelungen, dass der damals 19 Jahre alte Käufer der Immobilien über keine nennenswerten regelmäßigen Einkünfte verfügte und ein starkes Missverhältnis zum Kaufpreis der Immobilien bestand.Auch Notare stehen in der KritikBei der Aufarbeitung der Immobiliengeschäfte kam ans Tageslicht, wie lax an Immobiliengeschäfte Beteiligte mit auffälligen Details umgehen und diese einfach nicht melden – zum Beispiel, wenn hohe Bargeldbeträge fließen. So befand sich unter den erworbenen Immobilien in Berlin auch eine städtische. Das Geschäft konnte abgeschlossen werden, weil eine beteiligte Mitarbeiterin der städtischen Wohnungsbaugesellschaft nicht meldete, dass zwei betroffene Objekte im Bezirk Neukölln mit 200.000 Euro in bar bezahlt wurden. Und auch die Notare geraten immer stärker in die Kritik der Ermittler.Lesen Sie auch: Bild von Schule der Kinder auf Tisch gelegt: So bedrohen kriminelle Clans Polizisten
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