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Breaking News 24/24 7/7 Nachrichten Mitteilungen Börsenexperte: „Mit einfacher Strategie liegt Erfolgsquote bei fast 100 Prozent“

Breaking News 24/24 7/7 Nachrichten Mitteilungen Die Krise treibt den Anleger um – den deutschen besonders. Hierzulande stehen vielen dem Kapitalmarkt ohnehin skeptisch gegenüber, wenn der Dax tiefrot sind, ist die Panik nicht weit. Börsenpsychologe Norbert Betz über Emotionen, Angst, Renditechancen und das fatale Vertrauen in den Staat. 
FOCUS Online: Anleger brauchen aktuell starke Nerven – wie geht man mental am besten mit der Börsenrallye um?Norbert Betz: Auf keinen Fall sollte man jetzt wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und sich ausschließlich auf den großen Kursverlust fokussieren. Wie bei allen Dingen im Leben gilt auch an der Börse: Balance ist Trumpf. Weder Panik noch Gier sind gute Ratgeber.Investiert man an den Märkten, muss man damit rechnen, dass Einbrüche passieren. Man muss außerdem darauf gefasst sein, dass man die eine oder andere Situation auch einmal falsch bewertet. Das darf einen nicht aus der Bahn werfen. Schließlich ist bei einem langfristigen Anlagehorizont beinahe ausgeschlossen, am Ende mit einem Verlust dazustehen. Nach der Krise kommt die Erholung. Investitionen in Risikokapital zahlen sich immer mit einer Überrendite aus.„Wer sich breit aufstellt, dem ist der Erfolg gewiss“FOCUS Online: Was tue ich sinnvollerweise konkret, wenn ich in Schnappatmung verfalle?Betz: Man sollte auf das eigene Depot schauen. Sind zwei entscheidende Prämissen erfüllt, besteht kein Grund zur Schnappatmung: Man muss langfristig investiert sein, zehn Jahre und mehr, noch besser 20 Jahre und mehr. Dann ist die Wahrscheinlichkeit bei 99 Prozent, mit einem Plus herauszugehen. Und man muss seine Investitionen breit gestreut haben: über Währungsräume, über Branchen und Unternehmen. Wer diversifiziert, dem ist der Erfolg gewiss.Warren Buffet hat dazu gesagt: Wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer ohne Badehose im Wasser war. Das sind leider auch einige. Grund zur Panik haben diejenigen, die zu hohe Summen investiert haben, und das in nur wenige ausgewählte hochspekulative Unternehmen. Zu diesen Anlegern muss man leider sagen: Eure Altersvorsorge ist massiv gefährdet. Diese Perspektive geht dann in der Krise zurecht an die Nerven.Alle Informationen zum Coronavirus finden Sie  im News-Ticker von FOCUS Online„Verluste muss man sich auch emotional leisten können“FOCUS Online: Es fällt aber auch dem bestens aufgestellten Anleger schwer, sich zurückzulehnen und dem Depot beim Schrumpfen zuzusehen. Bin ich wirklich dazu verdammt, Däumchen zu drehen und ausschließlich auf Zeit und Diversifikation zu vertrauen?Betz: Absolut nicht: Wenn die Kurse nach unten gehen, kann und sollte man im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten noch das eine oder andere Investment zusätzlich tätigen – aber eben nur innerhalb der eigenen Komfortzone. Man muss sich zwischenzeitliche Verluste nicht nur finanziell, sondern auch emotional leisten können. Hier das richtige Maß zu finden hat viel mit Selbsteinschätzung zu tun. Wenn ich nicht mehr schlafen kann, habe ich die Komfortzone verlassen. Außerdem kann man sich seine Diversifikation ansehen: Kann oder muss sich etwas ändern, weil die Investitionen nicht so breit gestreut sind, wie es ideal wäre? Manche Anleger haben zu viel in Deutschland investiert, zu viel in der Automobilbranche, oder es fehlen Gesundheitsaktien. Man kann die Krise nutzen, um das Depot auf den Prüfstand zu stellen und herauszufinden, in welchen Bereichen man auf- und in welchen man abbauen will.Ein Depot ist wie ein Rosengarten – man lässt ihn fast das gesamte Jahr in Ruhe, nachdem man es mit Bedacht angelegt hat. Aber: Es gibt eine Zeit, in der man sich verschärft darum kümmern muss, dass der Garten so blüht, wie man sich das vorstellt. Erleben Sie Beate Sander live!

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FOCUS Online: Wenn ich jetzt zukaufe oder abstoße – wie gehe ich am besten vor?Betz: Diese Beratung sollte im Zweifel ein Vermögensverwalter übernehmen. Einen Tipp habe ich aber: Vor jeder Entscheidung sollte man sich mit dem Partner, Freunden oder der Familie austauschen und erklären, was man so vorhat mit seinem Geld.Das hat zwei Effekte: Muss ich mich gegenüber einem Dritten rechtfertigen, lasse ich die abenteuerlichsten Investitionen mit dem höchsten Risiko eher bleiben. Und ich kann die Last und Verantwortung teilen, wenn ich mich auf ein Abenteuer einlasse.Dieser Rat gilt übrigens verstärkt den Herren der Schöpfung, die laut Studien besonders gerne ohne Rücksprache und Sicherheitsnetz investieren.„Weniger motiviert, für uns selbst zu sorgen“FOCUS Online: Deutsche haben es grundsätzlich nicht so mit Aktien. Woher kommt das?Betz: Wir sind sehr staatsgläubig und weniger motiviert als andere, selbst für uns zu sorgen. Die Deutschen glauben, dass der Staat seine Versprechungen einhält – das sieht man schon an der Rente. Andere Nationen haben längst aus der Erfahrung gelernt. Sie achten auf sich selbst – frei nach dem Motto „der größte Lump im ganzen Land, das ist der Staat, das ist bekannt“. Hierzulande tut man sich schwer, zu sehen, dass der Staat in der Not auch seine Bürger im Regen stehen lässt. Schließlich ist es immer der Bürger, der für den Staat bürgt.
FOCUS Online: Dabei ist das mit der Geldanlage nicht so schwer.  Betz: Schon mit 50 Euro im Monat kann ich einen sinnvollen ETF-Sparplan abschließen. Nach 20 Jahren kann ich dann, wenn ich in Rente gehen, die Ernte einfahren. Da muss man sich noch nicht einmal um die Kapitalmärkte kümmern. Das ist ein Autopilot, um ohne Aufwand oder größere Sorgen Überrendite einzufahren.Lesen Sie auch: Händler kaufen wie wild ein – Öl-Preise steigen wieder stark: Größte Tankerflotte aller Zeiten auf dem Weg nach China
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