Auto Insider: VW ID5 2021: Passat plus Tiguan plus Strom: Das wird Volkswagens Billig-Alternative zum Tesla Model X

Volkswagen will Teslas Vorsprung einholen. Ob das bei den Batterien gelingt, bleibt offen. Doch die Modellpalette soll schnell wachsen, um mehr Kunden fürs E-Auto zu gewinnen. Nach dem SUV ID4 könnte 2021 der ID5 folgen. FOCUS Online hat die ersten Details.

Falls irgendjemand geglaubt hatte, dass mit dem Aufstieg des Elektroautos das Thema SUV erledigt ist: Das Gegenteil ist der Fall. Stattdessen sind viele der aktuellen und kommenden Stromer vom Tesla Model Y und Audi e-tron über den Nissan Ariya bis hin zum BMW iX5 moderne SUV oder wenigstens modische Crossover, also irgendeine Mischung aus SUV und Kombi, meist mit viel PS und elektrischem Allradantrieb. Effizient ist anders, aber der in Deutschland kutlivierte SUV-Hass ist in vielen Ländern der Welt vollkommen unbekannt. So wird auch VW seinen neues Elektro-SUV nicht nur in Europa, sondern wohl auch in den USA oder China anbieten.Nach dem ID.4 ( alle Infos zu dem erhalten Sie hier) folgt 2021 oder spätestens 2022 ein größeres Modell, das ID.5 heißen könnte. Es ist quasi eine Mischung aus Passat und Tiguan, mit reichlich Platz und großem Kofferraum. Eine erste Studie dafür, der “Space Vizzion”, sah aus wie ein aufgepumpter Passat. Es wird aber in der Serie eher ein SUV/Crossover, allein weil sich diese Fahrzeugart weltweit viel besser verkaufen lässt.Elektro-SUV Flotte: Nach ID4 könnten ID5 und ID6 kommenMit einem eleganter gestylten Heck und etwas größeren Abmessungen wäre der ID.5 dann quasi das Pendant zum Audi e-tron Sportback. Der Antrieb dürfte komplett dem des ID.4 entsprechen. Als Basisversion wäre dann ein 204 PS starker Motor an Bord und eine über 300 PS starke Allrad-Version optional. Denkbar wäre aber auch, dass der ID.5 nur als Allrad-Version mit zwei Motoren und besserer Ausstattung als der ID.4 verkauft wird. Spekuliert wird zudem über eine andere Variante in Form einer Coupé-Limousine, eine Art Elektro-Arteon. Möglicher Name: ID.6.

Der ID.5 würde quasi als günstige Alternative zu den teuren E-Modellen Audi e-tron und Tesla Model X dienen, wobei er größenmäßig an den Tesla nicht ganz heranreichen wird. Auch bei der elektrischen Leistung dürfte VW Grenzen setzen; echte Hochleistungs-SUV sind im Volkswagen-Konzern auch im Elektro-Segment eher Audi und Porsche vorbehalten. Bei der Reichweite sind je nach Variante maximal 500 Kilometer zu erwarten. Hier hat freilich Tesla beim “Battery Day” erneut vorgelegt. Die Amerikaner versprechen in spätestens drei Jahren Akkus mit deutlich mehr Kapazität und Leistung als heute, bei gleichzeitig sinkenden Zellpreisen. Es bleibt abzuwarten, ob VW bis dahin ebenfalls schon neue Akkus organisieren kann oder noch bei den bestehenden Formaten bleiben muss.

Bleibt der Passat am Leben?Parallel zum Ausbau der elektrischen VW-Modelle wird auch Skoda wahrscheinlich nach dem ID.4-Schwestermodell Enyaq seine Palette ausbauen – vorausgesetzt, der erste große Elektro-Skoda wird auch der erhoffte Erfolg. Denn in den für Skoda wichtigen osteuropäischen Märkten nimmt die Emobilität deutlich langsamer Fahrt auf als in Deutschland.Unklar ist, ob der normale VW Passat noch eine Zukunft hat.  Konzern-intern gab es dazu Querelen – die Händler wollten ihre beliebte Cashcow behalten, zumal es das Auto auch als Plug-In-Hybridversion gibt und damit eine Version, die sich für die Steuervergünstigung und Elektro-Förderung bei Stromern qualifiziert. Langstrecken-Fahrer dürften dagegen eher beim bewährten Diesel-Modell bleiben. “Als Diess den Passat spätestens 2023 durch ein MEB-Derivat ähnlich der Studie ID.Vizzion ersetzen wollte, liefen die Händler Sturm. Gerade für Flottenkunden wäre das Elektroauto zu teuer. Der traditionelle Passat bleibt deshalb im Angebot”, berichtete die “Auto Motor & Sport” im Juni. Über die Preise für den ID.5 lässt sich nur spekulieren, sie dürften aber kaum unter 45.000 Euro starten.VW-Boss will Diesel auch für Kunden unattraktiver machenDer Volkswagen-interne Machtkampf ist aber noch nicht entschieden, denn VW-Chef Diess will sich so schnell wie möglich von Verbrennungsmotoren verabschieden. Er befürwortet sogar ausdrücklich eine viel höhere CO2-Steuer als die, die 2021 eingeführt wird, damit Dieselfahrzeuge im Unterhalt teurer werden als E-Autos. Für den Markterfolg von Autos wie dem ID5 wäre das gut – viele Bestandskunden des VW-Konzerns dürften das aber wohl anders sehen.Alles rund um das Thema Elektromobilität

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