Zwei von vier sind weg: die Eyeem-Gründer Gen Sadakane, Florian Meissner, Lorenz Aschoff und Ramzi Rizk (v.l.).
Nicht viele deutsche Startups können von sich behaupten, von Tech-Star Peter Thiel finanziert worden zu sein. Eyeem aus Berlin gehört dazu. Die 2011 gegründete Stockfoto-Plattform hat nicht nur prominente Geldgeber, sondern ist auch international erfolgreich. Mehr als 25 Millionen professionelle Fotografen weltweit laden dort nach Angaben des Unternehmens ihre Bilder hoch. Eine Zeit lang galt Eyeem sogar als Alternative zu Instagram.
Trotz dieser Erfolge verlassen zwei der vier Gründer die Firma: CEO Florian Meissner und Kreativdirektor Gen Sadakane. Meissner kommunizierte seinen Abgang am heutigen Freitag per Linkedin-Beitrag, ließ die Gründe für sein Ausscheiden aber offen. Es sei Zeit für ein neues Abenteuer, schrieb er lediglich. Seine Frau sage immer, er sei nicht fähig, Angestellter zu sein, also werde er bald wieder seine Ärmel hochkrempeln. Was so viel heißen dürfte wie: Das nächste Startup von Florian Meissner kommt bald.
Ob Sadakane und Meissner das Unternehmen nur operativ verlassen oder auch ihre Anteile an Eyeem verkaufen, ist ebenfalls unklar. Viele Shares hält das Gründerteam – neben den beiden sind das Lorenz Aschoff und Ramzi Rizk – nicht mehr. Jedem der vier gehören rund 1,8 Prozent an Eyeem. Der Rest teilt sich auf die Gesellschafter auf, vor allem Cipio Partners aus Luxemburg (28 Prozent), Bridford Music aus den Niederlanden (17 Prozent), Earlybird aus Berlin (24 Prozent) und Wellington Partners aus München (rund zehn Prozent).
Wie das Magazin W&V berichtet, wird Meissners CEO-Nachfolger Simon Cox, vorher Chef bei Image.net. Er hat damit viel Erfahrung in der Fotoplattform-Branche. Cox sei mit seiner Expertise „ein großartiger Nachfolger“ und „genau der Richtige für die nächste Phase des Unternehmens“, so Meissner in seinem Linkedin-Post.
Bild: Eyeem

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